Berge und Gipfel der Alpen
Erdgeschichte
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Laurentia (Kontinent)


Der archaische Kontinent Laurentia umfasste um 1.900 Ma BP die Kratone und Terrane Nordamerikas und Grönlands sowie das östlichste Sibirien.

Das älteste Gestein der Erde, das in der Landmasse Laurentias gefunden wurde, ist der 4.030 Ma BP alte Acasta-Gneis aus dem westlichen Kanadischen Schild.

Laurentia entstand um 1.910 Ma BP aus jenem Teil der Bruchstücke Kenorlands, die auch die Wopmay-Gebirgsbildung in der Sklavenprovinz der Nordwest-Territorien verursachten, und bildete etwa 1.100 Ma BP lang zusammen mit dem südlichen Großkontinent Gondwana und den Kratonen Asiens den Superkontinent Rodinia.

Etwa 800 Ma BP spaltete sich Laurentia wieder von dem damals um den Südpol gelegenen Rodinia ab und bewegte sich während des Ediacariums - 630-542 Ma BP - langsam nach Norden. Während dem Kambrium und Ordovizium, also 542 bis 444 Ma BP, war die Kontinentalscholle in Äquatornähe und bildete mit Avalonia und Baltika eine Inselgruppe im Japetus-Ozean.

Um 440 Ma BP, im frühen Silur, begann sich der Japetus-Ozean östlich von Laurentia, auszuweiten. Seine Platte subduzierte die Ostküste, hob die Kontinentale Kruste und bewirkte eine Periode des Vulkanismus. Die Appalachen entstanden auf Laurentia während zur selben Zeit, an der anderen Seite des Meeres, auf dem bereits vereinigten Baltika / Avalonia, die Kaledonischen Gebirge wuchsen. Sedimentgesteine des Japetus-Ozeans sind heute in beiden Gebirgszügen nachweisbar.

Im frühen Devon, etwa 400 Ma BP, schloss sich der Japetus-Ozean zu einer Bucht des Rheischer Ozeans, als sich die Inseln zum neuen Großkontinent Euramerika bzw. Laurussia verschweißt hatten und die Appalachen und Kaledonischen Berge weiter hoben.

Um 300 Ma BP bildete das Neuentstandene Euramerika mit den anderen Großkontinenten Asien und Gondwana den letzten Superkontinent Pangäa im mesozoischen Urozean Panthalassa bzw. seines östlichen Teils - des Tethysmeers.

Quelle: Text Wikipedia

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