Berge und Gipfel der Alpen
Erdgeschichte

Copyright © Hilmar Schmitt www.berge-gipfel.de

Devon

Das Devon ist die vierte erdgeschichtliche Periode in der Ära des Paläozoikums im Äon Phanerozoikum. Der Name leitet sich von der britischen Grafschaft Devonshire ab.
Sein Beginn wird auf  410 Ma BP, sein Ende auf 360 Ma BP angesetzt. Im folgte die Periode Karbon.

Am Anfang des Devons stießen die beiden Urkontinente Laurentia und Baltica endgültig zusammen, so dass der Kontinent Euramerika (Old Red Continent) entstand. Durch den Zusammenstoß vergrößerte sich das kaledonische Gebirge, welches bereits im Silur gebildet worden war. Zwischen Gondwana und Euramerika lag nun der Rheia-Ozean, auch Paläotethys genannt. Gondwana lag am Südpol. Der Superkontinent Rodinia hat sich bereits wieder aufgelöst, aber es gibt schon die erste Anzeichen von Pangäa.

 

Das Klima war warm. Der Meeresspiegel lag aufgrund der geringen Menge an Inlandeis recht hoch. Im Oberdevon war es in Südamerika eher kalt. Es kam zu einer allmählichen Abkühlung der Polargebiete. Der Sauerstoffgehalt der Luft stieg an.

Die Gesteinsausprägung der silizo-klastischen und karbonatischen Sedimente aus dem Ablagerungsraum des küstennahen Schelfs wird im Devon Rheinische Fazies genannt. Hier sind die für das Devon typischen flachen Körper (Bioherme) wellenresistenter Riffe zu finden. Als Riffbildner traten besonders die heute ausgestorbenen Stromatoporen, Rugosa und Tabulata in Erscheinung. Die Riffbildung des Paläozoikums erreichte im Devon ihren Höhepunkt.
Auf dem tiefen Schelf und im offenen Ozean wurden die Gesteine der Herznischen und Böhmischen Fazies sedimentiert. Es sind häufig schwarze Tone oder Schiefer, in denen Plankton oder Nektonten aus dem Wasserkörper oder dort am Boden lebender oder von außerhalb durch Rutschungen, "turbidity currents" oder Sturmflutereignisse eingebrachtes Benthos vorkommen. Auf Schwellen zwischen diesen Bildungen des tieferen Wassers konnten pelagische Kalke mit einer typischen Fauna aus Cephalopoden und Conodonten sedimentiert werden.


In diesem Zeitalter bevölkerten bereits viele Schwämme, Korallen, Muscheln, Schnecken, Armfüßler (Brachiopoda), Trilobiten und Tintenfische die Ozeane der Erde.
Weiterhin entwickelten sich die Fische, namentlich die Panzerfische (Placodermi), in ungeheurer Vielfalt, daher wird das Devon auch als Zeitalter "Zeitalter der Fische" charakterisiert. Der größte Fisch und zugleich das größte bekannte tierische Lebewesen dieser Periode war Dunkleosteus, ein räuberisch lebender Panzerfisch aus dem späten Devon, der zu den Arthrodira zählt und eine Länge von bis zu neun Metern erreicht haben könnte.

Gegen Ende des Devons unternahmen die ersten Landwirbeltiere (Tetrapoda = Vierfüßler) in Gestalt der Amphibien wie Ichthyostega den ersten Landgang.

Durch das Entstehen der ersten geflügelten Insekten breiteten sich die Landpflanzen, die sich bereits im Ordovizium entwickelt hatten, weiter aus. Auch hier kam es zu einer Radiation. In den sumpfigen, tropischen Gebieten des Oberdevons entstanden die ersten Wälder. Aus ihnen wurden die ältesten Kohlevorkommen. Durch die Verbreitung der Landpflanzen und somit zu einer Steigerung der Photosyntheseaktivität, stieg der Sauerstoffgehalt in der Luft stark an. Im  Karbon erreichte er den heutigen Wert von 21%.

Gliederung des Devons in Epochen:
 

 1. Unterdevon  ab 410 Ma BP -
 2. Mitteldevon  ab 390 Ma BP -
 3. Oberdevon  ab 374 Ma BP - 360 Ma BP

Quelle: Wikipedia mit eigener Modifikation

zurück zur geologischen Zeitskala
oder Pfeil zurück benutzen
Copyright © Hilmar Schmitt www.berge-gipfel.de