Berge und Gipfel der Alpen
Erdgeschichte

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Paläozoikum

Das Paläozoikum, auch Erdaltertum, ist die älteste der drei Ären in die das Äon Phanerozoikum innerhalb der geologischen Zeitskala unterteilt ist. Es umfasst den Zeitraum von 542 Ma BP bis 251 Ma BP. Auf das Paläozoikum folgt das Mesozoikum. Das jüngste Zeitalter im Phanerozoikum ist dann die Ära des Känozoikums (Erdneuzeit).

Eingeteilt wird das Paläozoikum in folgende Perioden:
 

 1. Kambrium  ab 542  Ma BP -
 2. Ordovizium  ab 490  Ma BP -
 3. Silur  ab 444  Ma BP -
 4. Devon  ab 410  Ma BP -
 5. Karbon  ab 360  Ma BP -
 6. Perm   ab 299  Ma BP - 251 Ma BP
 

Die Perioden Perm, Karbon und Devon bilden das Jungpaläozoikum während das Altpalöozoikum die Zeit vom Silur bis zum Kambrium umfasst.

Das Paläozoikum begann mit dem Auftreten kleiner, hartschaliger Fossilien, der so genannten small shelly fauna an der Basis des Kambrium, in der Epoche des Tommotium. Im Kambrium entwickelten sich dann fast alle auch heute noch existierenden Stämme des Tierreichs.

Das Leben beschränkte sich anfangs auf die Ozeane. Am Ende des Ordoviziums kam es zeitgleich mit der oberordovizischen Vereisung zu einem Massenaussterben, ebenso am Ende des Devon. Aus oberdevonischen Schichten geht jedoch hervor, dass das Leben schon das Land erobert hatte, es sind die ersten Amphibien überliefert, die zumindest teilweise an Land lebten. Pflanzen vollzogen den Sprung auf das Land vermutlich schon im späten Ordovizium.

Im Karbon und Perm waren die Kontinente bereits von einer vielfältigen Fauna bewohnt und von den Wäldern bewachsen, deren Fossilien man heute in den alten Steinkohleflözen findet. Die größten tierischen Formen dieser Zeit stellten die Therapsiden, säugetierähnliche Reptilien.

Am Ende des Paläozoikum, im oberen Perm kam es dann zu einem der größten Massenaussterben der geologischen Geschichte. Über einen Zeitraum von größenordnungsmäßig zehn Millionen Jahren starben zwischen 75 und 90 Prozent aller damals existierenden Arten. Die später im Mesozoikum so erfolgreichen Ammonoideen entgingen äußerst knapp der Auslöschung, nur zwei oder drei Arten überlebten die Krise im Perm bis in die nachfolgende Trias.
Geologische Befunde sprechen für eine Verschlechterung des Klimas als mögliche Ursache der Katastrophe. Die Polregionen waren im Perm von Kontinenten bedeckt, auf denen sich große Inlandseismassen bildeten. Das geographische Verbreitungsgebiet vieler tropischer, Wärme liebender Arten war auf die Tethys beschränkt, einen Meeresgolf, der von Osten in den Superkontinent Pangäa hineinragte.

Quelle: Text Wikipedia mit eigener Modifikation

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