Berge und Gipfel der Alpen
Erdgeschichte

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Silur

Das Silur ist die dritte erdgeschichtliche Periode in der Ära des Paläozoikums im Äon Phanerozoikum. Der Name Silur stammt von den Siluren, einem keltischen Volksstamm in Südwales.
Es dauerte von  444 Ma BP (Ende des Ordoviziums) bis zum Beginn des Devons  410 Ma BP. Früher wurde es auch Gotlandium genannt, da Gesteinsschichten aus dieser Periode auf der Ostseeinsel Gotland beispielhaft vertreten sind.

Prägend für diese Zeit ist der Kontinent Euramerika. Das Klima auf diesem Kontinent, der damals bei ca. 30 Grad südlicher Breite lag, war zu dieser Zeit recht warm, so dass es zu verstärkter Riffbildung kam.
Der Wasserstand war zu dieser Zeit relativ hoch; das führte auch zur Bildung von Flachmeeren auf den Kontinenten. Die ersten Kiefermäuler (Gnathostomata) kommen auf. Sie lebten mit riesigen bis zu 2 Meter langen Seeskorpionen (Eurypterida) im flachen Meer. Die Landpflanzen entwickelten sich weiter und breiteten sich aus. Die ersten Gefäßpflanzen erschienen.
Am Ende des Kambriums kam es zu einem Wechsel in der marinen Fauna, viele Arten starben aus. Als Leitfossil für den Beginn des Ordoviziums ist der Conodont Iapetognathus fluctivagus definiert, gemeinsam mit dem Graptolithen Rhabdinopora flabelliforme und dem ersten Auftreten des Trilobiten Jujuyaspis.
Am Ende des Ordoviziums kam es zu einem Massenaussterben, bei dem 60% der marinen Arten, darunter viele Trilobiten, ausstarben. Dieses Massenaussterben stellt einen der fünf großen Einschnitte innerhalb des Äons des Phanerozoikums dar.

Gliederung des Silurs in Perioden:
 

 1. Llandoveryum       ab 444 Ma BP -
 2. Wenlockium      ab 428 Ma BP -
 3. Ludlowium  ab 423 Ma BP -
 4. Pridolium  ab 419 Ma BP - 410 Ma BP

Quelle: Text Wikipedia mit eigener Modifikation

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