Berge und Gipfel der Alpen
Erdgeschichte
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Rodinia (Kontinent)
(vom russischen Rodinia = Heimatland )
Ein Superkontinent im Proterozoikum, einem Äon des Präkambriums.


Die klassische Modell-Darstellung
vor rund 750 Ma BP

 

Darstellung von Trond H. Torsvik vom Geological Survey of Norway in Trondheim, wonach die Auflösung vor 850 bis 800 Ma BP stattfand
Rodinia entstand vor 1.100 Ma BP und zerbrach vor etwa 800 Ma BP. Dieser Superkontinent war von dem weltumspannenden Urozean Mirovia umgeben.
Die Landmassen der Erde bildeten immer wieder einzelne Superkontinente - über den ältesten, genannt Rodinia, gibt es bis heute wenige gesicherte Daten. Doch schon im Präkambrium - lange bevor die Landmassen der Erde von Pflanzen und Tiere bevölkert wurden - bewegten sich die Erdmassen sehr viel aktiver, als man bislang angenommen hat: Neue Ergebnisse lassen nun auch Rodinia in neuem Licht erscheinen. In einem Überblicksartikel im US-Fachmagazin "Science" verweist Trond H. Torsvik vom Geological Survey of Norway in Trondheim auf neue paläomagnetische Daten, die auf ein deutlich früheres Auseinanderbrechen des "in geheimnisvolles Dunkel gehüllten Superkontinentes Rodinia" deuten, als man bislang angenommen habe.

Nach dem Auseinanderbrechen von Rodinia, etwa 800 Ma BP, gelten folgende zusammenhängende 13 Kratone oder Terrane als gesichert (von West nach Ost):
 
 30°N:  Indien mit Seychellen und Madagaskar,
 Australien, Südchina, Nordchina,
 am Äquator:  Kalahari, östliche Antarktika, Laurentia, Baltika,
 Sibiria/Kasachstan,
 30°S:  Kongo, Rio Plata und Amazonien, Avalonia,
 50°S:  westliches Afrika.

Rodinia ist der älteste erforschte Superkontinent, Kartierungen und Chronologie sind allerdings nach wie vor umstritten. Geophysikalische Hinweise lassen allerdings auf noch ältere Superkontinente schließen Kenorland vor 2.450 Ma BP und Columbia vor 1.500 Ma BP.

Quelle: Wikipedia, ORF sowie eigener Modifikation

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