Franz Eduard Matras-Haus 2.941 m

 

Zugänge:

  • Arthurhaus 1.502 m über Mitterfeldalm 1.670 m 05:00 h
  • Werfen / Dielalm 1.014 m über Ostpreussenhütte
    1.630 m 08:30 h
  • Talort Maria Alm / Hinterthal 07:30 h

Nachbarhütten:

Touren:

  • Gr. Bratschenkopf 2.857 m
  • Lammkopf 2.846 m 00:30 h
  • Hochseiler 2.793 m 01:45 h

 Foto Hilmar Schmitt Aufnahme vom 08.07.2008
 

Besucht:

08. - 09.07.2008: Gerd B., Erich G. und ich sind tags zuvor mit dem PKW von Zweibrücken nach Werfen und dort die steile und schmale Bergstraße zum Parkplatz Ostpreußenhütte, in unmittelbarer Nähe der Dielalm 1.014 m, gefahren. Nach einer Rast in der Dielalm sind wir in 02:00 h zur Ostpreußenhütte aufgestiegen und haben in dieser übernachtet.
Der Hüttenwirt hat uns ständig über die Wetteraussichten und die Situation am Matras-Haus informiert. Dazu hatte er mehrfach Kontakt mit dem Hüttenwirt Roman Kurz.
Wir haben gegen 08:30 bei leichtem Nebel ohne Regen unseren Aufstieg begonnen. Uns war bewusst, dass bei starkem Nebel die Wegfindung schwer bzw. unmöglich werden könnte. Obwohl die Aussicht begrenzt war, haben wir den kurzen Aufstieg zum Gamskarkogel 2.014 m, der nur 00:05 h vom Steig entfernt ist, gemacht. Bei guter Sicht ist er sicherlich ein guter Aussichtspunkt und schöner Rastplatz.
Bis auf einige Ausnahmen konnten wir die Markierung und den Steig gut erkennen. Die zu querenden Schneefelder konnten ohne Steigeisen gut gegangen werden.
Nach der Biwak-Höhle auf einer Höhe von ca. 2.500 m bin ich gestürzt und habe mir Prellungen und Hautabschürfungen zugezogen. Nach der Versorgung durch meine beiden Begleiter konnte ich, unter erschwerten Bedingungen, den restliche Aufstieg zum Matras-Haus auf dem Hochkönig bewältigen. das wir nach rd. 06:00 h erreicht haben. Für die letzte Steilstufe (Klamml) unterhalb des Matras-Hauses, die mittels Ketten und Stahlleitern zu überwinden ist, musste ich mich besonders bemühen. 

Der Hüttenwirt Roman Kurz hat sich in vorbildlicher Weise um mich gekümmert und die medizinische Erstversorgung vorgenommen. Da sich mein Gesundheitszustand in der Nacht verschlechtert hat, das rechte Auge war durch den Bluterguss fast geschlossen, meine linke Hand war nur begrenzt einsetzbar und die Prellungen am Brustkorb erschwerten das Atmen, war eine Fortsetzung der Tour nicht mehr möglich. Der Hüttenwirt forderte den Rettungshubschrauber an, der einige Landungsversuche wegen Nebel und Wind abbrechen musste. Von der Einsatzleitung wurden zwei Bergretter alarmiert, die der Hubschrauber unterhalb des Matras Hauses, auf einem geeigneten Landeplatz absetzten sollte. Diese sollten aufsteigen und mich zum Landeplatz begleiten.

Nach einer Wetterbesserung konnte der Hubschrauber dann etwas unterhalb der Hütte auf einem Felsplateau landen, das ich mit Hilfe des Hüttenwirtes gut erreichen konnte. Der Start des Hubschraubers verzögerte sich dann nochmals, da Wolken den Start verhinderten. Nach einer Zwischenlandung, in der eine Ärztin die Erstversorgung übernahm und nähere Angaben von mir notierte, flog sie mit uns zum Krankenhaus nach Schwarzach.
Es wurden mehrere Röntgenaufnahmen gemacht und ich wurde zur Beobachtung stationär aufgenommen. Zum Glück waren die Verletzungen aus medizinischer Sicht nicht gravierend und die ärztlichen Maßnahmen haben dazu beigetragen, sodass ich am nächsten Tag entlassen werden konnte. Die Bergrettung sowie die Behandlung sind aus meiner Sicht zur vollsten Zufriedenheit verlaufen und ich danke allen Beteiligten. 

 
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